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Lipödem & Lymphomat: Wie maschinelle Lymphdrainage im Alltag unterstützen kann

  • Isabelle
  • 4. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wer mit einem Lipödem lebt, kennt die täglichen Beschwerden nur zu gut: schwere Beine, Spannungsgefühle, Schmerzen und das Gefühl, „aufgeschwemmt“ zu sein. Eine wichtige unterstützende Maßnahme zur Linderung dieser Symptome ist die manuelle Lymphdrainage – doch was tun, wenn man nicht regelmäßig zur Behandlung kann?

Hier kommt der Lymphomat ins Spiel: ein maschinelles Gerät zur Durchführung einer apparativen Lymphdrainage zu Hause. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was ein Lymphomat ist, wie er funktioniert und für wen er geeignet sein kann.




Was ist ein Lymphomat?

Ein Lymphomat oder auch Kompressions-Gerät oder Regenerations-Gerät ist ein medizinisches Gerät, das die manuelle Lymphdrainage technisch nachahmt. Über spezielle Manschetten, die an Beinen oder Armen angebracht werden, wird mit wechselndem Druck die Lymphflüssigkeit in Richtung der Lymphbahnen „massiert“ und der Abfluss gefördert.

Die Manschetten bestehen aus mehreren Luftkammern, die sich nacheinander rhythmisch füllen und entleeren – so entsteht eine sanfte, wellenartige Bewegung, die den Lymphfluss anregt.


Warum kann der Lymphomat bei Lipödem helfen?

Obwohl ein Lipödem keine klassische Lymphabflussstörung ist, kann es durch das zusätzliche Gewebewasser und die Druckempfindlichkeit dennoch zu Lymphstauungen kommen – insbesondere im fortgeschrittenen Stadium oder bei zusätzlichem Übergewicht.Die regelmäßige Nutzung eines Lymphomaten kann:

  • das Schweregefühl in den Beinen lindern

  • Spannungen und Schmerzen verringern

  • Schwellungen reduzieren

  • die Wirkung von Kompressionstherapie und Bewegung ergänzen

Was ist der Unterschied zur manuellen Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) wird von speziell ausgebildeten Physiotherapeut:innen durchgeführt und individuell auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt. Sie ist besonders sanft, gezielt und oft wirksamer bei komplexen Lymphstörungen.

Der Lymphomat kann die MLD nicht ersetzen, aber ergänzen – vor allem dann, wenn man keinen regelmäßigen Therapieplatz bekommt oder die Beschwerden zwischen den Sitzungen zunehmen.


Für wen ist ein Lymphomat geeignet?

Ein Lymphomat ist nicht für jeden Betroffenen automatisch die richtige Lösung. Vor der Nutzung solltest du unbedingt:

  • deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt konsultieren

  • prüfen lassen, ob medizinische Gründe dagegen sprechen (z. B. unbehandelte Thrombose, Herzprobleme)

  • eine Einweisung in die richtige Anwendung erhalten

In vielen Fällen kann ein Lymphomat über ein Rezept beantragt werden – allerdings ist die Genehmigung durch die Krankenkasse nicht immer einfach. Es lohnt sich, hartnäckig zu bleiben und ggf. mit ärztlichem Attest oder Befund zu argumentieren.


Mein persönliches Fazit

Als Betroffene kann ich sagen: Der Lymphomat ist kein Wundermittel – aber für viele ein echter Gewinn im Alltag. Gerade in Kombination mit Kompression, Bewegung und gesunder Ernährung kann er helfen, Beschwerden nachhaltig zu lindern. Wichtig ist: Die Anwendung muss regelmäßig und richtig erfolgen, sonst bringt sie wenig.

MEine EMPFEHLUNG

Ich selbst nutze ein Gerät der Firma Reboots – und ich bin damit voll und ganz zufrieden. Es hat mir geholfen, Schweregefühle und Spannungen in den Beinen zu lindern, besonders an Tagen, an denen Bewegung oder manuelle Lymphdrainage nicht möglich waren.

Wichtig: Wenn du dich für ein solches Gerät entscheidest, empfehle ich dir unbedingt die Hose (Pants) zu wählen – und nicht nur die „Boots“, also die Variante, die nur die Füße und Unterschenkel abdeckt.Warum? Weil nur die Hose den gesamten Beinbereich gleichmäßig behandelt und so das Risiko von Lymphstauungen im Oberschenkel oder Leistenbereich deutlich reduziert wird.

Reboots bietet eine gute Qualität, angenehme Programme und einfache Handhabung – für mich eine echte Unterstützung im Alltag mit Lipödem.




Ich verwende ein Gerät mit einer 8-Kammern-Hose! Mittlerweile sind auch schon mehr verfügbar: Es gilt: umso mehr Luftkammern umso besser, denn umso gezielter kann der Druck aufs Gewebe ausgeübt werden. Solltet ihr Fragen dazu haben, kontaktiert mich einfach über das Kontaktformular!




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